Gut gewürzt – Blue Spice for Mediawiki im Test

Linux Magazin Ausgabe Februar 2014

Beschreibung

Man nehme ein etwas fades Mediawiki, vermische es mit einem geheimnisvollen blauen Pulver, gebe eine Prise frische Module dazu und erhitze alles gleichmäßig auf die ideale Tomcat-Temperatur. Ein Regensburger Unternehmen bereitet der Wiki-Fangemeinde ein besonderes Mahl – es ist angerichtet.

Mediawiki [1] ist die Speisekartoffel unter den Wiki-Engines; alternative Grundnahrungsmittel sind rar [2]. Auf den ersten Blick vereinfacht Mediawiki zwar die Webseitenerstellung auch für weniger technikaffine Menschen. Auf den zweiten Blick verkompliziert die Engine mit ihren Variablen und Includes sowie mit inkonsistentem Markup das Leben vieler Anwender.

Nicht gerade mit Ruhm bekleckert sich auch die Suchfunktion. Wie schlecht sie wirklich ist, fällt in der Musterinstallation – der Wikipedia – kaum auf. Doch spätestens dann, wenn ein Wiki ohne Tausende von fleißigen Helfern auskommen muss, die Artikel in die richtigen Kategorien schubsen, helfen nur noch externe Suchmaschinen. Wenig Verständnis für die Macken des Open-Source-Projekts bringen indes große Unternehmen mit. Sie suchen ein modernes Wiki mit einer zeitgemäßen Konfigurationsoberfläche, also eine Art Business-Mediawiki.

Die Lösung dieser anspruchsvollen Aufgabe hat sich die Hallo Welt Medienwerkstatt GmbH aus Regensburg [3] vorgenommen. Blue Spice for Mediawiki [4] erschien am 4. Juli 2011 in der stabilen Version und bringt unter anderem einen Wysiwyg-Editor, eine verbesserte Suchfunktion, Seitentemplates und PDF-Export als Zusatzfunktionen mit. Doch verändert die unter der GPL stehende Software wirklich das Leben von Wiki-Administratoren und -Benutzern?

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